Befremdliche Landschaften: Halde Haniel


„Befremdliche Landschaft“ – Eine Gruppe bei flickr, deren Name mir für diesen Beitrag als Inspiration diente.

Und ohne flickr und die Anfrage für einen spontanen Photowalk wäre ich vermutlich auch nicht auf die Idee gekommen diese Halde in nächster Zeit zu besuchen! :)
Ich habe sie irgendwie ausgeblendet, obwohl sie noch nicht mal so weit entfernt im Süden Bottrops an der Grenze zu Oberhausen liegt. Zwar ist sie mit etwa 185m über N.N. die höchste dauerhaft begehbare Halde im Ruhrgebiet, aber ihre Landmarke ist aus der Ferne längst nicht so auffällig, wie zum Beispiel bei der Halde Hoheward mit dem Sternobservatorium oder der Halde Beckstraße mit dem Tetraeder.

Auf Haniel wurden am höchsten Punkt Totems aus alten Bahnschwellen des baskischen Künstlers Agustín Ibarrola installiert.

Unterhalb dieses Kamms gibt es ein Amphitheater. Vor allem bei diesem schlecht definierbarem Wetter aus ein wenig Nieselregen, bedecktem Himmel und Nebel hat man den Eindruck einer Landschaft nicht von dieser Welt. Eine Landebahn für ein Ufo?

Ein entferntes Hintergrundrauschen von der Autobahn war zu vernehmen. Das einzige, was sonst die Stille durchschnitt, war das wiederkehrende Geräusch eines Kippladers, der die Halde im Norden weiter auffüllt, und der Gesang einer Lerche, die sich die Halde als Lebensraum auserkoren hat. Die Stimmung war eigenartig schön.

Die analogen Aufnahmen mit der Canon T90 gefallen mir dabei besonders gut. Die beiden verwendeten 200er Filme, ein Fuji von Rossmann und ein vor zehn Jahren abgelaufener Kodak Farbwelt, fingen die Szenerie jeweils recht unterschiedlich ein.

Dagegen wirken die wenigen digitalen Bilder – so ganz ohne Farbstich – nur wie sterile Versionen der Wirklichkeit.


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