Analog mit.. Yashica T3


Endlich ist es so weit, ich stelle meine analogen Kameras vor!
Anfangen möchte ich dabei mit einer meiner absoluten Lieblingskameras:
Der Yashica T3

Eine japanische Point-and-shoot aus den späten 80ern. Keine Augenweide, aber hier zählen eindeutig die inneren Werte. Ausgestattet ist sie nämlich mit einem Carl Zeiss T* Tessar 2,8/35, auch als „Adlerauge“ bekannt.

Es gibt insgesamt fünf verschiedene T-Modelle, die chronologisch auf den Markt kamen. Aber nur die T3 ist mit dem lichstärkeren 2,8er Tessar ausgestattet.
Das gleichzeitig erschienene Schwestermodell T3D besitzt zusätzlich noch eine Datenautomatik, die eine Einbelichtung von Datum (bis zum Jahr 2019 :D ) und Zeit erlaubt. Zudem gibt es noch eine T3 Super, die soll – soweit meine Recherchen stimmen – nur für den amerikanischen Markt erhältlich gewesen sein. Sie hat einige Features der T4 (Serienbildaufnahmen und Vorblitz) aber das 2,8er Tessar.
Der direkte Nachfolger, die Yashica T4, ist durch die Fotografien von Terry Richardson sehr bekannt geworden.

Die wichtigsten Spezifikationen auf einem Blick

  • Verschlusszeiten von 1/630 – 1 Sekunde
  • Selbstauslöser mit ca 10 Sekunden
  • Filmempfindlichkeit von ISO 64-1600 ( automatische Erfassung bei DX-kodierten Filmen)
  • Fokussierung von 0,5m bis Unendlich
  • automatischer Lademechanismus, Filmtransport und Rückspulung
  • eingebauter Blitz, mit abschaltbarer automatischer Auslösung bei schwachem Licht
  • 6-V-Lithium-Batterie (2CR5)
  • spritzwassergeschützt nach JIS-Norm 4
  • Abmessungen: 128 x 67,5 x 52mm
  • Gewicht: 275g (ohne Batterie)
  • Listenpreis 1991: 287DM (danke an Hartmut für die Information!)
  • Preis (10.2010): 20€ inkl. Versand mit Tasche und Bedienungsanleitung

Ich hatte mir die Kamera im Oktober 2010 gebraucht bei Ebay besorgt, um unkompliziert und zwischendurch meinen Uni-Alltag und sonstiges im neuen Göttingen zu porträtieren.
Wichtig war mir die schnelle Einsatzmöglichkeit durch den Autofokus, ein lichtstarkes Objektiv, eine handelsübliche Batterie (sehr langlebig!), ein Blitz für den Notfall und die handliche Größe. Ein sehr schönes Feature ist der Winkelsucher (N.A. Scope), der es ermöglicht aus der Hüfte oder über Kopf zu fotografieren.

Die absolut perfekte Kamera wäre die T3, wenn sie einen leiseren oder manuellen Filmtransport hätte. So ist ein unauffälliges Foto möglich, danach hat es aber wirklich jeder mitbekommen. ;)

Wie bei so vielen analogen Kameras, den der Ruf des „Besonderen“ anheftet, sind in den letzten Jahren die Gebrauchtpreise wieder deutlich gestiegen. Es ist aber immer noch möglich günstig eine T3 zu schießen. Die gewisse Hässlichkeit trägt dazu bei.

Ich finde aber, diese Kamera muss sich bei diesen Aufnahmen nicht verstecken!
Im Allgemeinen habe ich so gut wie keinen Ausschuss bei den Negativen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen entwickelten Film abhole, da ich weiß: Meine Yashica T3 lässt mich nie im Stich.


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10 Gedanken zu “Analog mit.. Yashica T3

  • Hartmut

    hallo , listenpreis neu 287 DM ,1991,fotographiere digital.
    regelmäßig auch analog mit T 3.
    völlig ausreichend und gut.
    mein sohn studiert in göttingen.
    mfg H.Lenzer hannover

  • Stephan

    Hi. Altes Thema, aber immernoch eine gute Kamera! Eine Frage zur Batterie – welche benutzt du? Habe eine von Varta und eine von Panasonic – beide funktionieren nicht… das Batteriesymbol blinkt…
    Danke für jede Hilfe!
    Gruß

    • Isabel Autor des Beitrags

      Hallo Stephan,
      da ich gerade noch einen Film drin habe, bin ich mir nich 100 prozentig sicher, aber es müsste entweder eine Panasonic oder eine Camelion sein.
      Der Hersteller sollte aber keinen Unterschied machen. Hast du die Möglichkeit mit einem Strommessgerät die Spannung der Batterien zu überprüfen? Es sollten mehr als 6V angezeigt werden. Also etwa 6,1 bis 6,2V, sonst ist die Batterie schon zu leer.
      Liebe Grüße

    • Isabel Autor des Beitrags

      Hey Felix, vielen Dank für dein Lob! :)
      Zum Digitalisieren nutze ich einen speziellen Filmscanner (Reflecta ProScan 7200). Der liefert echt gute Ergbnisse, kann aber „nur“ Kleinbild scannen. Fürs Mittelformat bin ich deshalb gerade auf der Suche nach einem günstigen Flachbettscanner mit integrierter Durchlichteinheit, habe da den Canon 9000f Mark I im Blick. ;)

      Liebe Grüße
      Isabel

  • Nina

    Hey deine Seite ist super hilfreich. Ich würde gerne mit der analogen Fotografie beginnen. Bisher nur digital oder instantfotografie. Ich habe mich nach deinem Artikel nach einer olympus trip 35 umgeschaut und würde eine zu einem recht hohen Preis bekommen (50€). Derselbe Anbieter hat auch eine olympus trip Mini (42€). Ich bin mir unsicher. Das Design ist offensichtlich bei der trip 35 schöner aber wenn ein Laie, sprich irgendein Freund mal ein Foto von mir machen soll, kommt mir die mini bedienungsfreundlicher vor. Wie eine simple einwegkamera. Hast du Erfahrung mit der Mini oder kannst mir Tipps geben?

    • Isabel Autor des Beitrags

      Hey Nina,
      das freut mich sehr, dass ich Dir da ein bisschen behilflich sein kann! :)
      Die Olympus Trip AF Mini ist absolut nicht mit der Trip 35 vergleichbar. Da ähnelt sich nur der Name, das war es auch schon.
      Die Mini ist eine einfache elektronische Point-and-shoot-Kamera mit Autofokus und einem typischen Plastik-Design der 80er und 90er Jahre. Keine besondere Linse oder andere Eigenheiten, die einen Preis von 40€ rechtfertigen würden (ist ja schon bei der Yashica T-Reihe grenzwertig, was dafür gezahlt wird)! Ja, sie lässt sich bestimmt sehr einfach bedienen, Batterie und Film rein, abdrücken und gut ist. Aber eine Trip 35 kann man ebenfalls sehr einfach bedienen, hat das klassische Olympus Design der 60er und 70er Jahre, besitzt ebenfalls eine Vollautomatik, braucht keinen Batterien, man muss eben nur grob (mit Piktogrammen) die Entfernung einschätzen. Das kriegt auch ein Laie mit einer kurzen Erklärung hin. ;) Mit der Trip 35 hat das Fotografieren auf jeden Fall deutlich mehr Stil. :D 5 bis 10€, mehr ist eine Trip AF Mini auf keinen Fall wert, so eine Art von Kamera kriegt man mal billig auf dem Flohmarkt, da sie zu Hundertausenden in der Form gebaut wurden. Da drehen leider einige Leute zurzeit richtig durch und meinen: „Ist analog, muss teuer sein“.
      Bei der Trip 35 muss man jedoch ein bisschen mehr auf den Zustand der Kamera achten, die Selenzelle und die Mechanik müssen funktionieren und die Lichtdichtungen nicht zu alt sein Das kann man nur testen, wenn man sie in der Hand hat oder sie im Notfall eben überholen kann. So ohne den Zustand zu kennen, sollten es nicht mehr als 15-20€ für die Kamera sein. Im guten, funktionierenden Originalzustand maximal 40€.
      Ich habe zurzeit eine überholte Trip 35 übrig, mit original Belederung, falls Interesse besteht, kannst Du Dich ja noch einmal melden. ;)

      Liebe Grüße
      Isabel